Beschwerdekonzept der Grundschule Am Markt Twistringen

Leitfrage:

Wie können wir Beschwerden konstruktiv und zur Verbesserung unserer Schulqualität nutzen?

Für viele Menschen enthält eine Beschwerde Kritik. Kritik ist aber nicht nur negativ besetzt, sondern kann auch positiv, im Sinne eines „Frühwarnsystems“ verstanden werden, um Probleme zwischen den am Schulleben Beteiligten rechtzeitig zu erkennen und zu bearbeiten.

Wer Kritik ausübt, will niemanden verletzen, sondern hofft etwas bewirken und ändern zu können. Kritik kann man also durchaus auch als Zeichen der Wertschätzung auffassen.

Grundsätzliches:

Bei einer Beschwerde ist es wichtig, dem anderen aktiv zuzuhören und seine Kritik ernst zu nehmen:

Ø Beschwerden mit Interesse, Freundlichkeit und Verständnis begegnen (wirkt „entwaffnend“)

Ø Zeit nehmen für das Anhören und Besprechen einer Beschwerde (nichts zwischen „Tür und Angel“ besprechen)

Ø Zügige Bearbeitung der Beschwerde und Problemlösung

Grundsätzlich gilt: Konflikte sollen dort bearbeitet werden, wo sie entstehen. Erst wenn auf dieser Ebene keine Lösung gefunden wird, sollten wir andere Ebenen einbeziehen:

Der Weg der Beschwerde:

Schülerinnen und Schüler

Die Schüler wenden sich bei Beschwerden, die sie nicht im direkten Gespräch klären können, an ihren Klassenlehrer. Gibt es schwierige Situationen in der Pause, ist die aufsichtführende Lehrkraft der erste Ansprechpartner.

Bei einer Beschwerde über Lehrkräfte oder sonstige Mitarbeiter der Schule ist ebenfalls der Klassenlehrer der Ansprechpartner.

Eltern

Bei Elternbeschwerden über Lehrkräfte ist grundsätzlich die betroffene Lehrkraft  die erste Beschwerdeinstanz. Sollten beide Parteien das Problem nicht klären können, kann auch die Schulleitung zur Lösung des Problems hinzugezogen werden.

Es besteht auch die Möglichkeit von Gruppengesprächen zur Klärung des Problems, in denen eine andere, nicht direkt betroffene Person die Moderation übernimmt. Die Schulleitung bietet Mediation an.

Lehrkräfte und päd. Mitarbeiter

Lehrkräfte und päd. Mitarbeiter, die sich über Eltern beschweren möchten, wenden sich zunächst an die betroffenen Eltern. Sollte es keine Lösung geben, kann die Schulleitung eingeschaltet werden.

Beschwerden von Lehrkräften oder päd. Mitarbeiter über andere Lehrkräfte oder päd. Mitarbeiter (Kollegen) sollten direkt angesprochen werden. Probleme, die nicht angesprochen werden, können sich ausweiten und die Zusammenarbeit im Kollegium auf Dauer gefährden. Hier ist es wichtig, einander offen und vertrauensvoll zu begegnen und eine Beschwerde oder Kritik sachlich zu äußern, um andere nicht zu verletzen. Sollte ein Problem nicht auf direktem Weg gelöst werden, kann der Personalrat oder die Schulleitung einbezogen werden.

Lehrkräfte oder päd. Mitarbeiter, die sich über die Schulleitung beschweren möchten, wenden sich direkt an die Schulleitung und bei Bedarf auch an den Personalrat.

 Beschwerden des Schulpersonals (Hausmeister, Reinigungskräfte, Sekretärin)

Ohne Hausmeister, Sekretärin und Reinigungskräfte kann eine Schule nicht funktionieren. Bei Beschwerden  wenden sie sich direkt an die betreffende Person.

Wenn ein Gespräch zu keiner Lösung führt, wenden sich die Parteien an die Schulleitung, die dann beide Seiten zu einem Gespräch einlädt.

 

Für alle Konflikte gilt:

Miteinander reden, nicht übereinander!

Zeitnah das Gespräch mit dem direkt Betroffenen suchen.